Bericht zum Konzert am 28.Mai

Benefizkonzert: “Rock und Pop für Kinder in Not”

Am 28. Mai veranstalteten wir wieder ein Benefizkonzert.

Eigentlich sollte ich es selbst singen – begleitet von Torben Beerboom aus Gelsenkirchen. Doch leider war ich indisponiert. Ich hatte bis wenige Stunden vor dem Konzert noch gehofft, es dennoch singen zu können, mich dann aber entschieden es nicht zu tun.

Es war mittlerweile 14.30 Uhr. Wie durch ein Wunder bekam ich noch Ersatz – und was für einen!!! Die amerikanische Opernsängerin Richetta Manager sprang kurzerhand für mich ein. Es war möglich, weil Richetta und Torben Beerboom am Nachmittag auf einer Hochzeit ganz in der Nähe spielten. Ein glücklicher Umstand.

Richetta Manager war 30 Jahre lang am Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen als dramatischer Sopran engagiert – sie war die Primadonna am Opernhaus, d.h. sie war in Hauptrollen zu hören. Ihr Repertoire umfasste beispielsweise Opern von Wagner, Strauss, Verdi und Puccini. Vor einigen Jahren tauschte Richetta die Opernbühne gegen den Konzertsaal, weil im Theaterbetrieb wenig Zeit für eigene Projekte bleibt. Nun kann sie ihren langjährigen Erfahrungsschatz an junge Sänger und Sängerinnen weitergeben und sich ihrer Leidenschaft, den Bereichen Gospel, Soul, Jazz, Pop und Rock widmen. Es ist erstaunlich wie die Sängerin dieses Genre beherrscht – nämlich genauso professionell und glamourös wie ihre Opernpartien. Dabei sind ganz verschiedene Stimmtechniken nötig, die die wenigsten Sängerinnen beherrschen.

Richetta und Torben präsentierten einen Abend mit Songs wie: „What a wonderful world” von Louis Armstrong, „Yesterday” von den Beatles oder „Fly me to the moon“ von Frank Sinatra, aber auch den eigenen Song „More than ever“, den Torben komponiert und Richetta getextet haben. Ein wunderschönes Video ist auf Youtube zu sehen.

Beim letzten Song „O happy day“ gab es kein Halten mehr. Alle standen auf, tanzten und klatschten.

Torben Beerboom, begleitete nun also Richetta Manager an diesem Abend. Dass sie ein eingespieltes Team sind, konnten wir vom ersten Ton an spüren. Der Pianist glänzte mit einfühlsamem und virtuosem Spiel und beeindruckte durch eigene Improvisationen. Er spielte ganz ohne Noten und oftmals ohne überhaupt auf die Tasten zu schauen. Die Töne flossen wie von selbst aus seinen Händen. Immer wieder erstaunt mich sein Talent.

Am Ende war bestimmt niemand mehr enttäuscht, dass an diesem Abend nicht ich sang. Jubelnder Applaus – Standing Ovations und der Ruf nach Zugaben, bestätigten meine Annahme. Es war eine große Ehre für mich, dass Richetta Manager für mich einsprang und uns allen ein unvergleichliches Konzerterlebnis schenkte.

Ich danke beiden Künstlern an dieser Stelle ganz herzlich.

Das ursprünglich geplante Konzert mit Torben und mir werden wir voraussichtlich am 29.10. in Varel nachholen.

Beatrix Mosqueda-Steinhoff


Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.